Herzlich willkommen zu einer neuen Rubrik in diesem Blog.
“Haggis!”, die Mitkochsendung im WWW. Sponsored by Oma Leo (Also von meiner Großmutter. Ich werde hier zwar manchmal “Mama” genannt, aber für Oma reicht’s dann doch noch nicht. Was logisch ist, wir haben ja noch keine Kinder. Noch nicht einmal uneheliche.).
Wir haben uns ein Beispiel an Jochen Malmsheimer genommen und unsere eigene Mitkochsendung im Internet aufgemacht. Der große Vorteil: Man riecht nichts, man hört nichts und man sieht nichts. Der große Nachteil: Man riecht nichts, man hört nichts und man sieht nichts.
Wir werden hier hoffentlich wöchentlich (man kennt das ja von uns) je ein Käsekuchenrezept (oder auch andere Rezepte) ausprobieren (Leo) und verkosten (da kommt dann der Rest der WG ins Spiel). Und hier haben wir auch schon den ersten Kandidaten, der sich ins Rennen um den Titel des besten Käsekuchens begibt. Begrüßen Sie ihn bitte ganz herzlich. Hier ist *trommelwirbel* Heinrich:
Nun, kommen wir nun zum entscheidenden Teil der ganzen Sache: Was meint die Jury (Bambi wählte normale, Leo kursive Schrift), die heute leider unterbesetzt ist, zum Kandidaten?
Elastizität: Soweit ganz gut, die Kruste ist fest, der Rest nicht und begibt sich nach nicht-tödlicher Penetration mit einer Kuchengabel recht schnell wieder in seine ursprüngliche Form. Lässt sich gut und ohne größeren Widerstand pieksen.
Geschmack: Intensiver Geschmack und eine feste Kruste, die allerdings ab und zu etwas widerspenstig war, was ihre Zerteilung angeht. Ja, die Bodenecke war bisschen dick, geb ich zu. Mir war er außerdem zu Zitronengeschmacklastig, aber man konnte ihn trotzdem essen. Immerhin war er nach knapp 24 Stunden weg.
Farbe: Meiner Meinung nach etwas blaß, aber durchaus appetitanregend. Naja, käsig halt.
Krümeligkeit: Ja, krümelt. Aber nicht viel. Ich mag Krümel. Zumindest, solange der Kuchen nicht auseinanderfällt. Das tut er nicht, aber er krümelt mir zu wenig. Ich schließe mich an.
Fluffigkeit: Nein, wir haben nicht gewartet, bis der Kuchen pelzig wurde. Ehrlich gesagt hab ich auch keine Ahnung, was das bedeuten soll, aber sonderlich fluffig scheint mir der Kuchen nicht. Oh doch, und wie der fluffig war, als ich ihn aus dem Ofen geholt hab! Ungefähr doppelt so hoch wie nach dem Abkühlen. Man hätte ihn fast für ein Soufflé halten können. Soufflé muss ich auch mal ausprobieren…
Kääääsefaktor: Zusammenfassend kann man sagen, dass es zwar ein guter Kuchen ist, dem es aber an dem gewissen Extra mangelt. Wir steigern uns sicher noch, ich bin da mal optimistisch.
Und damit Sie daheim an den Monitoren auch in den Genuss eines Heinrich kommen können, geben wir Ihnen nun noch eine Anleitung, wie Sie ihn ganz einfach selbst herstellen können.
Rezept: Ist ganz einfach und kein Familienrezept, weshalb wir auch so dreist sind, es hier zu veröffentlichen: Schritt 1: Suchen Sie den nächstbesten Supermarkt auf. Schritt 2: Finden Sie das Regal für Backzutaten. Schritt 3: Erwerben Sie eine Packung “Dr. Oetker Käsekuchen? Hilfe!”. Schritt 4: Gehen Sie wieder nach Hause. Schritt 5: Folgen Sie der Anleitung auf der Packungsrückseite.
Hab ich erwähnt, dass meine L-Taste klemmt?
Und damit sind wir auch schon am Ende unserer heutigen Sendung angelangt. Vielen Dank für’s Einschalten und bis zur nächsten Sendung von “Haggis!”, der Mitkochsendung im WWW. Sponsored by Oma Leo.
